Mehrfamilienhaus Am Hammer

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Bei der Planung des Neubaus mit insgesamt 7 Wohneinheiten, Tiefgarage und Aufzug bestand die Herausforderung darin, die ebenfalls zum Grundstück gehörenden alten Bestandsgebäude nebst Zufahrtsbrücke und altem Hammergraben in den Gesamtentwurf zu integrieren. Mit Blick auf das vorhandene Nachbarschafts-Ensemble aus Fabrikantenvilla und den dazugehörigen Produktionshallen wurde das alte Bestandsgebäude unter Denkmalschutz gestellt und in diesem nach fachgerechter Restaurierung zwei moderne Wohnungen untergebracht. Der Neubau wurde in angemessenem Abstand neben das vorhandene Ensemble platziert.

Eine zusätzliche Herausforderung ergab sich aus der Lage des neuen Wohnhauses im Überflutungsbereich des angrenzenden Flußverlaufs der Sülz. Folglich waren alle Bauteile, die in der Überflutungszone liegen, hochwasserfest auszubilden und es musste darüber hinaus ein beachtliches Areal an Retentionsflächen nachgewiesen werden. Entsprechend wurde der Neubau auf einen hochwasserfesten Sockel aufgeständert, in dem gleichzeitig die Tiefgarage untergebracht ist.

Die insgesamt 7 Wohnungen sind alle barrierefrei konzipiert und altersgerecht zugänglich. In der obersten Etage befindet sich ein rückversetztes Staffelgeschoss mit Penthouse-Charakter. Die Wohnungen bestechen durch eine gehobene, moderne Ausstattung (Fußbodenheizung, verbreiterte Türen, bodengleiche Duschen, Panoramaverglasung im Wohn-/Essbereich) und helle, großzügige Grundrisse.
Das gesamte Gebäude ist nach neuestem EnEV-Standard konzipiert. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine gasbetriebene Wärmepumpe mit Tiefenbohrung und einer kontrollierten Wohnraumlüftung. Als besonderer Clou wurde das Treppenhaus nur mit einer Schuppenverglasung als Regen- und Windschutz verkleidet. Das bedeutet, dass das Treppenhaus lediglich als Erschließungszone fungiert und nicht mitbeheizt wird. Dadurch konnte eine insgesamt deutliche Verbesserung der Wärme-Energiebilanz erreicht und die geforderten EnEV–Anforderungen um 30 % unterschritten werden.